Danksagung Shaheen Dill-Riaz

Grimme Preisträger 2010 für Buch, Regie und Kamera „EISENFRESSER“



Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Jury für diesen ehrenvollen Preis und besonders für die großartige Laudatio. Als ich den Namen Fritz Lang gelesen habe, zitterten meine Knie. Ich freue mich sehr, dass der Film sowohl inhaltlich als auch formal anerkannt wurde. Der Film ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von vielen Menschen in Deutschland und in Bangladesch. Ich konnte die Idee dieses Filmes realisieren, weil sie an diese Idee glaubten und mir dieses Projekt anvertraut haben. Ich möchte mich bei ihnen allen bedanken.


Mein ganz besonderer Dank gilt den Arbeitern, die mir den Zugang zu ihrem Leben gestattet haben. Sie haben uns beigebracht, mit den Risiken auf der Werft umzugehen und uns bei der Explosion während der Dreharbeiten gerettet. Ich bin ihnen dankbar, weil sie uns geholfen haben, die schwierigen Dreharbeiten unbeschadet zu meistern. Dankbar bin ich natürlich auch den Werftbesitzern Herrn MOSIN und Herrn MIZAN, die es uns erlaubt haben, auf ihrer Werft zu drehen. Auch wenn sie ahnen konnten, dass dieser Film die bittere Realität in die Öffentlichkeit bringen wird, war es ihnen wichtig, dass dieser Film gemacht wird.


Ich bedanke mich bei meinem bengalischen Team, das auch körperlich eine sehr schwierige Arbeit zu leisten hatte.

Ein Dokumentarfilm entsteht im Schneideraum. ANDREAS ZITZMANN hat in vielen Wochen und Monaten unermüdlich mit mir am Schnitt gearbeitet. Für seine Kreativität und seinen Willen zur Gestaltung bin ich ihm sehr dankbar.


Ich danke auch sehr meinen lieben Produzenten KATHRIN LEMME und MICHAEL WEIHRAUCH die seit 2003 - vom allerersten Augenblick an - bei der Entstehung dieser Idee, über den Weg der Finanzierung bis heute und sicherlich auch morgen, mit unerschöpflicher Kraft und Geduld für den Film arbeiten und kämpfen.


Ich danke Dr. THOMAS WEYMAR / Telepool dafür, dass er sich für diesen Film engagiert hat und schon sehr früh bereit war, das Projekt mit einem erheblichen finanziellen Beitrag voranzubringen.


Der Film konnte auch deshalb gut gelingen, weil wir von einem großartigen Redaktionsteam betreut wurden. Ich möchte mich bedanken bei SONJA SCHEIDER und HUBERT VON SPRETI vom Bayerischen Rundfunk, sowie JOCHEN KÖLSCH, ANETTE FLEMING und HANNELORE WOLFF von ARTE. Sie haben den Film einfühlsam betreut, und ich danke Ihnen auch dafür, dass Sie alle so geduldig waren.

Mein Dank geht auch an die Redakteure, die dem Projekt auf die Spur geholfen haben: DAGMAR FILODA, CHRISTIAN POPP und ganz besonders ULLE SCHRÖDER, die mit Herz und Verstand von Straßburg aus dabei war.


Ich bedanke mich bei den Förderungen, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass der Film in dieser Qualität produziert werden konnte:  EVA HUBERT für die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, THOMAS SCHÄFFER für die Nord Media, MONIKA REICHEL vom Kuratorium junger deutscher Film, KLAUS BECKER für das Filmbüro Bremen und SONJA WASSERMANN und BERND WOLPERT für den EED.


Der Grimme Preis ist eine ganz besondere Auszeichnung und ich freue mich, ihn mit dem Menschen zu teilen, der mich seit meinen ersten Tage in Deutschland begleitet. Ich möchte FRANK GERAETS danken, der nach einem fünfminütigen Gespräch in der U-Bahn in Berlin 1992 bereit war gegenüber der Ausländerbehörde für mich zu bürgen. Lieber Frank, ich danke Dir dafür, dass ich heute den Grimme Preis entgegen nehmen darf.





Marl, 26.03.2010